Beverly Pepper
«Palingenesis» (1994)

Mit «Palingenesis» hat die amerikanische Künstlerin Beverly Pepper ihre erste Plastik für einen öffentlichen Raum geschaffen. Das Werk besteht aus einer 70 Meter langen, gebogenen Wand mit 81 gegossenen Eisenplatten, vor der sieben Stelen stehen.

Das Wort «Palingenesis» setzt sich aus dem griechischen «palin» (wieder) und «genesis» (Geburt) zusammen und verweist auf ein Palindrom; ein Wort, das von vorne wie von hinten gelesen seine Bedeutung hat.

So lässt sich auch die Wand mit den Stelen von zwei Seiten deuten: Läuft man von links nach rechts, treten die Säulen immer stärker von den Eisenplatten hervor, verlassen in der Mitte die Wand und machen sich selbstständig, indem sie einen eigenen Radius bilden – ein «Aufwachen». Bewegt man sich jedoch von rechts nach links, ist das Werk ein «Zurückgehen» in der Zeit. Es zeigt, dass der Ursprung von allem Neuen in etwas Altem liegt.