Sol LeWitt
«Wall Drawings» (2003)

Gemeinsam mit anderen Künstlern stellte der amerikanische Minimalist Sol LeWitt Ende der sechziger Jahre als neue Avantgarde die Fundamente der Kunst auf den Kopf. Mit seinen Wandzeichnungen, den «Wall Drawings», kreierte er eine neue Gattung. Seine Arbeiten nehmen unmittelbar auf die Architektur der Ausstellungsräume Bezug.

So auch auf Bocken: Im Restaurant nimmt die Malerei die Ostwand von Ecke zu Ecke ein; im Mitteltrakt sind die zwei kreisrunden Bilder «Tondos» in den Giebeln platziert. Das dreiteilige Kunstwerk schafft drei virtuelle Fenster, die den Blick hinter die Mauern und auf das verschwundene Dachgebälk statt auf die umgebende Landschaft eröffnen.